Super-Lok in Betrieb
geschrieben am 8:51 11-07-2006 von walter |
|
Die ersten 10 Maschinen der neuesten TAURUS-Generation sind auf Schiene. Wien (OTS) - Mit der Mehrsystem-Lok der Baureihe 1216 unterstreichen die ÖBB ihre Ambitionen, bis 2010 eine der Topbahnen Europas zu sein. Mitte Juli werden zehn von insgesamt fünfzig bestellten Mehrsystem-Loks bei der ÖBB-Traktion GmbH im Einsatz stehen. Nach Abschluss aller Zulassungsverfahren wird der neue Stolz der ÖBB-Lokflotte in fast ganz Europa verkehren. Ihr mögliches Einsatzgebiet beträgt 1,5 Mio. km2 - das entspricht einer Fläche, die mehr als 17-mal so groß wie Österreich ist. Überlegene Technik Die neueste Generation der TAURUS-Lok ist ein Wunderwerk der Technik. Sie ist die erste Schnellzuglokomotive, die in allen Stromsystemen Europas verkehren kann. Bislang musste aufgrund unterschiedlicher Stromsysteme im internationalen Verkehr immer die Lok an der Grenze gewechselt werden. Dies gehört mit der 1216 der Vergangenheit an. DI Herwig Wiltberger, Geschäftsführer ÖBB-Traktion GmbH: "Mit der neuen Taurus 1216 erweitern wir unseren Aktionradius massiv und verbuchen gegenüber der Konkurrenz einen entscheidenenden Wettbewerbsvorteil für die ÖBB." Die TAURUS-Lok als Exportschlager Durch ihr unverwechselbares Design und die technischen Möglichkeiten gehört die TAURUS-Lokreihe seit Jahren zur Spitze europäischer Lokomotiven. 332 Stück der ersten und zweiten Generation (1016 & 1116) bilden das Rückgrat der ÖBB-Lokflotte. Neben der ÖBB setzen auch die Deutsche Bahn, die Slowenische und die Ungarische Bahn sowie eine Reihe anderer Eisenbahnunternehmen auf die Kraft und Zuverlässigkeit der Taurus-Loks. Auch bei der heurigen Fußball-WM sind Lokomotiven der ÖBB-Traktion GmbH im Einsatz. Für vier Wochen wurden von der Deutschen Bahn 15 Lokomotiven der zweiten Taurus-Generation angemietet um den erwarteten hohen Anforderungen im Fernverkehr gerecht zu werden. Dabei waren die "Roten Stiere" mit bis zu 230 km/h in Deutschland unterwegs. Rückfragehinweis: Mag. Thomas Berger ÖBB-Holding AG Konzernkommunikation Vienna Twin Tower - Turm West A-1100 Wien, Wienerbergstraße 11 Tel. +43 1 93000 44277 Fax +43 1 93000 44078 E-Mail thomas.berger@oebb.at
News ausblenden» |
Info ZBR Traktion
geschrieben am 19:12 23-06-2006 von reini |
|
Aktuelles 21. Juni 2006 Fahrbetrieb Wagendienst Service Der Kontrolldschungel im ÖBB-Konzern führt zu steigender Verunsicherung in der Kollegenschaft Netz-TUE, Betriebsüberwachung-TR, Instruktoren, Konzernrevision und zukünftig auch die „Railnet Safety Group“ führen inzwischen unabhängig voneinander Kontrollen durch. In einer ersten Verhandlungsrunde mit der Betriebsleitung der Traktion konnte der Normenausschuss des Zentralbetriebsrats (ZBR) die Installierung einer Arbeitsgruppe zur Erstellung einer einheitlichen, überschaubaren und zweckdienlichen Richtlinie erreichen. Bis zum Abschluss dieser Vereinbarungen bleiben folgende Inhalte der DA vom 10.10.2005 aufrecht: Was wird kontrolliert : - Arbeitnehmerschutzausrüstung - Berechtigungsausweis - LA, Buchfahrplan, Zuglaufblatt, Streckenliste - Selbstrettungskonzept - Taschenlampe - das eingeschaltet sein aller relevanten Sicherheitseinrichtungen (SiFa, PZB, GPS ..) - Dateneingabe Wie wird kontrolliert: - Kein Betreten des Führerstandes, wenn der Tfzf nicht anwesend ist - Kein Betreten des Führerstandes, während der Fahrt - Kein aufsperren des Führerstandes durch den Kontrollor die Kontrolle der Ausrüstungsgegenstände des Tfzf darf nur im Stillsand erfolgen
Bei Unstimmigkeiten im Zuge der Kontrollen wendet euch bitte umgehend an euren Betriebsrat.
*******Für den Zentralbetriebsrat******* R. Hebenstreit e.h., G. Tauchner e.h. InformationZBRTraktion Zentralbetriebsrat Traktion GmbH, Margaretenstrasse 166, 1050 Wien Tel.:01 54641- 525, fax 577, fv2@eisenbahner.at
News ausblenden» |
ERMTS in der EU beschlossen
geschrieben am 6:38 20-06-2006 von walter |
|
ERMTS kann Bahn helfen, wettbewerbsfähiger zu werden Derzeit gibt es in Europa mehr als 20 verschiedene Signalgebungs- und Geschwindigkeitsüberwachungssysteme im Bereich des Eisenbahnverkehrs. Mit der heutigen Abstimmung über ein gemeinsames Signalgebungssystem (ERMTS) in der EU ist ein wichtiger Schritt in Richtung höhere Sicherheit und geringere Kosten gelungen", begrüßte der SPÖ-Europaabgeordnete Jörg Leichtfried am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst den positiven Ausgang der Abstimmung im Europäischen Parlament in Strassburg. Unterschiedliche Systeme stellen nicht nur ein Sicherheitsrisiko dar, sondern sind auch ein Hemmnis für die Wettbewerbsfähigkeit der Bahn. "Gerade unter dem Gesichtspunkt des ständig wachsenden Verkehrsaufkommens, wie es auch die EU-Kommission voraussagt, kann nur eine wettbewerbsfähige Bahn dazu beitragen, den Transportverkehr verstärkt von der Straße auf die Schiene zu verlagern", so Leichtfried. Erklärtes Ziel der Richtlinie ist es, das zeitaufwendige Synchronisieren der unterschiedlichen Systeme an den Grenzen und an Schnittstellen zu verringern und so Kosten und Zeit zu sparen. "Gleichzeitig möchte ich auch daran erinnern, dass die soziale Absicherung der Arbeitnehmer gesichert sein muss. Die Einführung des ERMTS darf zu keiner Verringerung der Arbeitsplätze führen und daher müssen Weiterbildungs- und Qualifikationsmaßnahmen im Mittelpunkt stehen", fordert der Europaabgeordnete. Mit den sechs prioritären Güterverkehrsprojekten zeigt sich Leichtfried zufrieden. Die Fokussierung auf den Nord-Süd Korridor, also die Achse Rotterdam-Genua, ist ebenfalls positiv. "Allerdings kann die Achse derzeit noch nicht durchgängig mit ERMTS befahren werden. Diese Lücke muss so rasch wie möglich geschlossen werden und dafür ist eine finanzielle Unterstützung besonders für jene Strecken notwendig, die bereits mit der Installierung des Signalgebungssystems begonnen haben." "Durch die Einführung des ERMTS haben wir die Chance, das Transportmittel Bahn sowohl unter ökonomischen, als auch ökologischen Gesichtpunkten voranzubringen. Nützen wir sie", meinte Leichtfried abschließend. Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ Tel.: 01/53427-275 http://www.spoe.at
News ausblenden» |
Lautsprecherdurchsagen
geschrieben am 10:46 12-06-2006 von walter |
|
Erfolg der Aktion „Sicherheit zuerst“! Mit Nachdruck haben wir in den vergangenen Wochen das Thema Lautsprecherdurchsagen durch den Triebfahrzeugführer verfolgt. 2.200 Lokführer-Unterschriften waren ein klarer Hinweis auf die Grenzen der Belastbarkeit. Jetzt ist es uns gelungen, die Unternehmensleitung davon zu überzeugen, wieder den sicheren Weg zu gehen. Am 1. Juli 2006 tritt die neue Regelung in Kraft. Der entscheidende Punkt darin: „… Bei überlangen Zügen erfolgt die Verständigung der Reisenden über die Ausstiegsmöglichkeiten durch den Zugbegleiter…“ Wir danken euch für eure gelebte Solidarität! Für den Zentralbetriebsrat: Roman Hebenstreit Gerhard Tauchner ZBR-Vorsitzender Stv. ZBR-Vorsitzender
News ausblenden» |
Nahverkehrsreform
geschrieben am 20:32 03-06-2006 von reini |
|

Eisenbahner: Dank an 60.000 UnterzeichnerInnen und 160 GemeindenGdE: ÖVP-BZÖ-Nahverkehrsgesetz gescheitert - Jetzt geht es um eine bessere Reform Das umstrittene Gesetz zum öffentlichen Personennah- und Regionalverkehr ist endgültig gescheitert, die Bundesregierung hat ihren Gesetzentwurf, der von den Landeshauptleuten abgelehnt wird, nicht ins Parlament gebracht, erklärte der Vorsitzende der Eisenbahnergewerkschaft, Wilhelm Haberzettl, Freitag in Wien. Haberzettl wies darauf hin, dass die GdE-Nahverkehrskampagne, die von 60.000 Menschen und 130 Gemeinden nachhaltig unterstützt wurde, einen wesentlichen Anteil an der Verhinderung des Gesetzentwurfs hatte. Haberzettl: "Einen herzlichen Dank an alle UnterstützerInnen, ab sofort geht es um eine bessere Nahverkehrsreform, wofür die Experten der Gewerkschaft bereits ein eigenes Modell erarbeitet haben." Haberzettl erinnerte daran, dass die Bundesländer beim letzten Nahverkehrsgipfel mit dem Infrastrukturminister Ende März den Gesetzentwurf des Verkehrsministers einhellig abgelehnt und auf ihrer Forderung nach einem "Gesamtkonzept zur Zukunft des öffentlichen Verkehrs", sowie auf einem Finanzplan, in dem geklärt werden muss, welche finanziellen Lasten auf sie zukommen, beharrt haben. Durch diese geschlossene Haltung der Länder konnten massive Verschlechterungen für den Nah- und Regionalverkehr abgewendet werden. Seither ist "Funkstille" im Infrastrukturministerium. Die Verhinderung des umstrittenen Gesetzes war allerdings nur der erste Schritt, sagte Haberzettl. Nun müsse der zweite folgen: Die Eisenbahnergewerkschaft werde mit den Fachexperten der Länder und der nächsten Bundesregierung zügig an die Arbeit gehen, um in der nächsten Legislaturperiode eine bessere Nahverkehrsreform zu Stande zu bringen. Dafür habe die Eisenbahnergewerkschaft ein Modell für den Nahverkehr entwickelt, das mehr Qualität bringe - das Modell "Takt 2010", das für die Kunden des öffentlichen Personennah- und Regionalverkehrs übersichtliche Fahrpläne, pünktlichere Züge und Busse und günstigere Ticketpreise bringe. Österreichweiter Stundentakt Der Vorschlag der GdE orientiere sich am Vorbild der Schweiz, die schon heute zeige, wie man den Nahverkehr attraktiv gestalten könne, unterstrich der GdE-Vorsitzende. Die Reform des Nahverkehrs dürfe nicht bei der Finanzierung beginnen, sondern müsse zunächst bei der Zielentwicklung und Verkehrsplanung ansetzen, denn dort habe Österreich massive Lücken aufzuweisen. Auf der Basis eines Bundesverkehrskonzeptes, das vom Bund gemeinsam mit den Ländern ausgearbeitet werden müsse, soll der künftige Personennah- und Regionalverkehr neu organisiert werden. Dabei müsse der Bund einen österreichweiten Stundentakt im Schnellverkehr als "Rückgrat" garantieren und den österreichweiten Tarifverbund organisieren. Die Länder sollten gemeinsam mit den Gemeinden und ihren Verbundorganisationen ihre Flächenverkehre in eigener Verantwortung an diesen Schnellverkehr anbinden. Die Finanzmittel müssten im Wege des Finanzausgleichs neu verteilt werden: Der Ökobonus in seiner derzeitigen Form müsse in die Bereiche Interregional- und Regionalverkehr geteilt und teilweise den Ländern überantwortet werden. Die Finanzierung muss eine Bedarfskomponente (etwa für benachteiligte Regionen) und eine Leistungskomponente (abhängig von Fahrgastzahlen) enthalten. Dieses Alternativkonzept der GdE für einen besseren Nahverkehr brauche, so Haberzettl, einen Zeithorizont von zehn Jahren und sei finanzierbar. So habe etwa das Schweizer Konzept "Bahn 2000", das Vorbild für das GdE-Konzept sei, insgesamt weniger als ein einziges Großbauvorhaben in Österreich gekostet. Datum: 02.06.2006 11:08
News ausblenden» |
Wechsel an der ÖGB Bezirksspitze
geschrieben am 19:40 03-06-2006 von herbert |
|
Foto von links: Willi Lackner, Franz Reiter und Franz Egartner Bei der ÖGB-Bezirkskonferenz am 20. Mai standen Neuwahlen auf der Tagesordnung. Mit 100 Prozent der Delegiertenstimmen wurde Willi Lackner erwartungs-gemäß zum neuen Bezirkschef in Osttirol gewählt. Er löst damit den langjährigen Vorsitzenden Franz Egartner ab. Seit 1990 war Franz Egartner (Fraktion Christlicher Gewerkschafter) Vorsitzender des Gewerkschaftsbunds in Osttirol. Altersbedingt legte er diese Aufgabe in jüngere Hände: „Hier gehört ein Aktiver und nicht ein Pensionist“, meinte der scheidende Vorsitzende im Rahmen der Bezirkskonferenz im Lienzer Volkshaus. Sein Nachfolger Willi Lackner( Fraktion Sozialistischer Gewerkschafter) und SPÖ-Stadtobmann, der mit 100 Prozent der Delegiertenstimmen für vier Jahre zum neuen Bezirksvorsitzenden gewählt wurde, möchte den Standart wie sein Vorgänger halten: „Wir sind und bleiben ein überparteilicher Gewerkschaftsbund.“ LA Dipl.-Ind. Elisabeth Blanik(SP) betonte, die Gewerkschaft als Arbeitnehmervertretung sei heute wichtiger als je zuvor und es gehe dabei nicht um die politische Einstellung. „Wir sind nicht röter und nicht schwärzer als bisher waren“ bekräftigte Egartner vor den versammelten Delegierten. Er sprach dem neu gewählten Bezirkschef größtes Vertrauen aus. Als Lackners Stellvertreter wurden in das Präsidium gewählt: Susanne Tasch(GÖD-FCG), Josef Kraler(GMT-FSG), Walter Hofer(GPA-FCG) und Stefan Mair(ANG-FSG). Stefan Mair wurde auch zum neuen FSG-Vorsitzenden (Nachfolge von Willi Lackner) in der Fraktionskonferenz gewählt.
News ausblenden» |
Info BR Traktion
geschrieben am 13:03 22-05-2006 von walter |
|

InformationFV Traktion Dienstrecht: Die Fakten. Konzernbetriebsrat und Unternehmensleitung haben sich auf ein im Detail noch nicht ausformuliertes „Gesamtpaket“ zum Dienstrecht geeinigt. Dazu erforderliche Änderungen des Kollektivvertrages werden erst nach einer Einigung der Sozialpartner (Gewerkschaft der Eisenbahner und Wirtschaftskammer) wirksam, alle anderen Punkte wiederum können nur durch Betriebsvereinbarungen (BV) zwischen denjeweiligen ÖBB-Unternehmen und den zuständigen Betriebsratskörperschaften (KBR, ZBR, BR) umgesetzt werden. Wesentlicher Erfolg der Verhandlungen: Ein Eingriff ins Dienstrecht durch die Regierung ist vorerst abgewehrt! DAS sieht das Gesamtpaket vor: Keine Aufhebung des Kündigungsschutzes! Keine Änderung bei verschlechternden Versetzung nach §101!
Keine Verschlechterung des Versetzungsschutzes!
Keine Verschlechterung beim Verleasen von ArbeitnehmerInnen nach Außen!
Änderungen im AZ-KV: (erst nach Verhandlungen GdE mit WKÖ)
..Saisonarbeit soll eingeführt werden können, wenn ein Unternehmen (Saisonbetrieb) 4 Monate geschlossen haben muss.
..Regelung bezüglich Pause bei Nachtsperre (mind. 4. Std.) soll mit BV möglich werden ..Verkürzung der Ruhezeiten bei Fahrpersonal soll mit BV möglich werden
..Wenn Schichtteile od. ganze Schichten entfallen, wird entfallene nicht angerechnet, wenn binnen 72 Std. die gleiche Arbeitszeit nachgeholt wird - soll mit Konzern-BV möglich sein
..Änderung der Ankündigungsfrist von 14 bzw. 3 Tage auf 1 Tag nur bei vorzeitiger Beendigung des Krankenstandes soll durch Konzern-BV möglich sein
..Statt 5 Stunden Mindestschichtlänge bei Dienstunterricht und Wellconvorstellung soll die Abrechnung der tatsächlichen Stunden + Reisekostenersatz nach Abschluss einer Konzern-BV erfolgen
Änderungen mittels Konzern-BV:
..Umstellung des Urlaubsjahres auf Kalenderjahr mit 1. 1. 2008 soll vereinbart werden
..Die Reiserichtlinie soll neu vereinbart werden, wobei die Pauschalierung ausgeweitet und aufkommensneutral gestaltet werden soll – Kürzungsbestimmungen sind nicht vereinbart ..Ein Work Force Management für Umschulungsmaßnahmen für verfügbar gemeldete Mitarbeiter soll eingerichtet werden
..Ein Gesundheitsförderungsprogramm soll in Zusammenarbeit mit der VAEB und der Wellcon installiert werden
News ausblenden» |
Dr. Anton Pelinka zum ÖGB und seiner Zukunft
geschrieben am 12:58 16-05-2006 von Walter |
|

Die Zweite Republik ist auch das Werk des Österreichischen Gewerkschaftsbundes. Das Prinzip der Überparteilichkeit verlangt nach Neudefinition. Und das Prinzip des Dachverbandes ist neu zu gestalten. Kann man sich die Zweite Republik ohne den Österreichischen Gewerkschaftsbund vorstellen? Die Stabilisierung der Demokratie, die ökonomischen Erfolge – wäre das alles möglich gewesen ohne einen Gewerkschaftsbund, der sicherstellte, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sich mit dieser Republik identifizieren konnten? Die Antwort ist eindeutig Nein: Die Zweite Republik ist auch das Werk des ÖGB. Das wird kaum jemand bezweifeln. Wer sich mit der Geschichte der letzten 61 Jahre beschäftigt und vergleicht – der/die wird wissen, dass der ÖGB ebenso wenig aus der Erfolgsgeschichte des 1945 neu geschaffenen Österreich wegzudenken ist wie ÖVP und SPÖ. Doch gilt das auch für die Zukunft? Die Gewerkschaften müssen fast überall in Europa mit rückläufigen Mitgliederzahlen leben – auch der ÖGB. Und viele sehen die Rolle starker Gewerkschaften als erschöpft an: Angesichts der Individualisierung der Arbeitsverhältnisse meinen viele – manche durchaus mit Bedauern –, dass die Gewerkschaften ihre historischen Aufgaben bereits hinter sich hätten. Sicher ist, dass sich Gewerkschaften mit den gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen ändern müssen. Die Gründung einer Gewerkschaftsbank vor mehr als acht Jahrzehnten mag wichtig und richtig gewesen sein – das bedeutet jedoch nicht, dass dies auch für das 21. Jahrhundert so gelten muss. Das Bild einer organisierten Arbeiterbewegung mag um 1900 stimmig gewesen sein – nach mehr als einem Jahrhundert kann dennoch die Vorstellung einer weitgehend homogenen ArbeiterInnenschaft überholt sein. ÖGB zeigte Flexibilität Der ÖGB hat nach 1945 eine Flexibilität gezeigt, die ihn als zukunftsstark ausweist: Der ÖGB hat einerseits die Traditionen der Freien (sozialdemokratischen) und der Christlichen Richtungsgewerkschaften in Form der Fraktionen integriert. Andererseits hat der ÖGB aber sichergestellt, dass er unabhängig von den Parteien und vor allem unabhängig von der jeweiligen Regierung zu agieren vermag. Der ÖGB hat sich als starker Dachverband autonomer Einzelgewerkschaften etabliert und so erreicht, dass eine gesamtösterreichische, solidarische Lohnpolitik möglich wurde; dass nicht die einen gegen die anderen Gewerkschaften ausgespielt werden konnten. Diese Eigenschaften kann der ÖGB am besten sichern, wenn er sich gleichzeitig wandelt: Das Prinzip der Überparteilichkeit verlangt nach Neudefinition; das Prinzip des Dachverbandes ist neu zu gestalten. Einer ständig rückläufigen Zahl von Parteimitgliedern steht in Österreich eine wachsende Zahl von Menschen ohne feste Parteibindung gegenüber. Für diese müsste der ÖGB in Zukunft mehr Möglichkeiten bieten als die letztlich bloß passive Mitgliedschaft – derzeit setzt aktive Beteiligung de facto eine Fraktionsbindung voraus. Gegensätzliche Interessen von ArbeitsplatzbesitzerInnen und Arbeitslosen, von In- und AusländerInnen, von Frauen und Männern, von Menschen in sicheren und in unsicheren Arbeitsverhältnissen legen flexiblere gewerkschaftliche Organisationsformen nahe, die aber erst recht nach einem starken Dachverband verlangen. Der ÖGB hat eine Zukunft – für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich, für die demokratische Republik. Er hat umso mehr Zukunft, wenn er seine Flexibilität weiter unter Beweis stellt. Dr. Anton Pelinka ist Professor an der Universität Innsbruck und Dekan der Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie.
News ausblenden» |
Neues Urteil !
geschrieben am 15:00 11-05-2006 von Walter |
|
Neues Urteil ! Reisegebühren € 2,15 In Linz ist das Urteil bezüglich Reisegebühren in zweiter Instanz (Oberlandesgericht Linz) positiv für uns ausgefallen. Das OG-Linz hat eindeutig festgestellt, dass es sich bei den bezahlten Pausen um Arbeitszeit handelt. Deshalb steht jedem Tfzf. auch die Reisegebühren-pauschale in Ausmaß von € 2,15 pro Stunde zu. Jetzt hat die Unternehmensleitung nur noch einmal die Möglichkeit Einspruch gegen das Urteil zu erheben. Letzte Instanz in einem Arbeitsgerichtsprozess ist der OGH (Oberste Gerichtshof). Wird auch diese Instanz gewonnen bedeutet dies, dass bundesweit Hunderttausende Euro an die Tfzf. nachbezahlt werden müssen. Finanziert wird dieser Arbeitsgerichtsprozess von der Gewerkschaft der Eisenbahner. Es zahlt sich also aus „dabei“ zu sein. Über die weitere Entwicklung werden wir euch selbstverständlich schnellstens informieren. Mit gewerkschaftlichen Grüssen Walter Zwickler
News ausblenden» |
Info ZBR Traktion
geschrieben am 8:38 21-05-2006 von ? |
|
Neues Ausbildungsmodell für TriebfahrzeugführerInnen ! In mehreren Verhandlungsrunden mit der Geschäftsführung konnten wir, ein zukunftsweisendes Ausbildungsmodell für TriebfahrzeugführerInnen schaffen. Die Qualität der Triebfahrzeugführerausbildung und die Berücksichtigung der neuen Anforderungen an unser Berufsbild standen dabei im Vordergrund.
Größter Erfolg: Durch die Schaffung des Berufsbildes „Verschub- und Fahrverschubtriebfahrzeugführer“ konnten rd. 300 Lokführerarbeitsplätze in der Traktion gesichert werden.
Das Verhandlungsergebnis: Zukünftig werden TriebfahrzeugführerInnen in den Laufbahnen: A: Universal Triebfahrzeugführer, B: Fahrverschub Triebfahrzeugführer, C: Ortsverschub Triebfahrzeugführer und D: FAST-Mitarbeiter (Fahrzeugbewegungen innerhalb des Stützpunktes) ausgebildet. Der modulare Aufbau der Ausbildung sichert die Durchlässigkeit der einzelnen Laufbahnen bis hin zum Universal Triebfahrzeugführer.
ZBR Positionen durchgesetzt! Den neuen Anforderungen unseres Berufsbildes entsprechend werden Zusatzmodule wie Stressbewältigung, Konfliktmanagement und Umgang mit KundInnen Teil der Ausbildung. Entsprechend dem Einsatzgebiet werden Module wie „Verschubleitung“, „Mehrfachtraktion“ oder „interoperabler Einsatz“ angeboten. Ein Wechsel innerhalb der Laufbahnen ist durch Absolvierung der entsprechendenModule möglich, wobei eine „Bevorzugung“ traktionsinterner MitarbeiterInnen für die Aufnahme in eine qualitativ höherwertige Verwendung vereinbart wurde. Wesentlicher Teil der TFZF-Ausbildung wird hinkünftig ein so genannter „Vertiefungsworkshop“ im zweiten Jahr nach Beginn des Einsatzes als TriebfahrzeugführerInnen sein.
Berufsschutz durch Berufsbild Im Zuge der Verhandlungen einigten wir uns auch darauf, Gespräche auf Konzernebene zur Schaffung eines „Lehrberufes LokführerInnen“ aufzunehmen. Erste Gespräche seitens der Gewerkschaft der Eisenbahner Fachvertretung Traktion und der Wirtschaftskammer sollen noch vor dem Sommer stattfinden. Ein solcher Lehrberuf wäre der erste Schritt zur Schaffung eines „Berufsbildes für Lokführer“.
Für den Zentralbetriebsrat: Gerhard Tauchner e.h. Roman Hebenstreit e.h.
News ausblenden» |
|
|